Vereinsauflug nach Stainz in der Südweststeiermark

Der Vereinsausflug des Historischen Vereins am 1. Juli 2018 führte ins Schilcherland in die Südweststeiermark. Mit dem Bus der Firma Genser erfolgte die Abfahrt in Kirchberg pünktlich um 8.45 Uhr, Fahrtenreferent Ing. Anton Fink begrüßte die 18 Teilnehmer und erklärte den Tagesablauf.

Erster Programmpunkt war Schloss Stainz, das 1229 als Augustiner-Chorherrenstift von Luitbold von Wildon erbaut wurde. Von 1596 bis 1629 reformierte Jakob Rosolenz das Stift in religiöser Hinsicht und organisierte es wirtschaftlich neu. Nach Auflösung des Stiftes 1785 gelangte die Anlage in Staatsbesitz. 1840 kaufte Erzherzog Johann Herrschaft und Schloss, das bis heute im Besitz seiner Nachkommen, der Familie Meran, ist.

Nach einem gemütlichen Kaffee im Schlosscafé führte Christine Sabongui-Lampl vom Universalmuseum Joanneum Schloss Stainz durch die Sonderausstellung „Eisen. Eine Spurensuche mit Erzherzog Johann“. Nach dem Mittagessen in Stainz und einem Kurzbesuch im legendären Café Lex stand schon der Flascherlzug bereit. Der Name des Zuges, 1892 als Lokalbahn errichtet, stammt aus der Zeit, als in Rachling der Wunderdoktor „Höllerhansl“ (1866-1935) praktizierte. Er stand in dem Ruf, aus dem Urin verschiedene Krankheiten feststellen zu können. Viele Patienten reisten mit der Schmalspurbahn an und hatten im Handgepäck ein Flascherl mit Urin.

Vorbei an den Haltestellen Herbersdorf, Neudorf und Kraubath ging es durch das idyllische Tal des Stainzbaches bis zum Bahnhof Preding-Wieselsdorf. Am Zielbahnhof wurde wieder auf den Reisebus gewechselt, um sich auf den Weg zum letzten Tagespunkt zu machen – die Sausaler Weinstraße mit dem Demmerkogel. Dort fand der Ausflug beim Buschenschank Weingut Schmölzer mit einem Rundblick über die Koralpe, Schloss Stainz, das Grazer Becken bis nach Slowenien seinen Ausklang.